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Frank-Walter Steinmeier
Öffentlich geteilt18:20

Für Deutschland ist die Türkei ein wichtiger und unverzichtbarer Partner. Dabei denke ich an die drei Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Deutschland leben und unsere Länder eng miteinander verbinden. Sie erwarten zu Recht, dass wir dem Dialog mit der Türkei eine besondere Aufmerksamkeit schenken. Das tue ich gern und aus voller Überzeugung.

Die türkische Gesellschaft hat sich verändert und weiter entwickelt. Um zu verstehen, wie meine Gesprächspartner die Lage in ihrer Heimat einordnen, will ich in unseren Gesprächen ehrliche Fragen stellen und zuhören. Die Rufe aus der Mitte der türkischen Gesellschaft nach mehr Teilhabe, auch nach mehr Offenheit, zeigen doch, dass die Reformanstrengungen, die von der Regierung Erdoğan im Beitrittsprozess angegangen wurden, Wurzeln geschlagen haben. Eine selbstbewusste Regierung kann auf friedliche Anfechtungen und Proteste mit Gelassenheit und Dialogbereitschaft reagieren.

Es stehen nun Korruptionsvorwürfe im Raum. Hier kann sich der moderne türkische Rechtsstaat beweisen. Im Verlauf der weiteren Beitrittsgespräche – von denen ich hoffe, dass sie von beiden Seiten konstruktiv fortgesetzt werden -, werden wir das natürlich zu gegebener Zeit auch besprechen: http://bit.ly/1imEUob

(Im Gespräch mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoğlu heute in Berlin / Foto: Raphael Huenerfauth/ photothek.net)

Sehr geehrter Herr Steinmeier,

zunächst meinen großen Dank für Ihre konsequenten Einsätze in der Frage der Türkei. Sehr habe ich mich über Ihre Rückkehr ins Amt des Außenministers gefreut, insbesondere Ihren großen nachhaltigen Einsatz im Modernisierungsprozess in der Russischen Föderation und Ihre Besuche in Russland und in Ekaterinburg, der seine Früchte zu tragen beginnt. Zu dieser enorm positiven Entwicklung im Ural habe ich Herrn Viktor Kokscharow und Herrn Edouard Rossel in persönlichen Gesprächen zu diesem Erfolg gratuliert. 
Kein Land ist so mit Russland verwandt wie Deutschland, die Zaren haben nicht nur die Frauen aus Deutschland geholt sondern auch hoch ausgebildete Personen die die Industrie im Auftrage des Russischen Zarenhofes aufgebaut haben. Dahingegen ist aus verständlichen Gründen noch schwer verdaulich der Bruch des Nichtangriffspaktes im Jahre 1941. 

Dahingegen empfand ich die Rede von Bundespräsident Gauck anlässlich der Sicherheitskonferenz alles andere als vernünftig. Meinen durchaus kritischen Kommentar beinhaltend auch einen Lösungsvorschlag zur Krisen- und Korruptionsausschaltung  finden Sie im folgenden Link: http://wp.me/p3b5GH-9H

Mit besten Grüssen
Ernestus Baron von Renteln

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Enge deutsch-türkische Beziehungen

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